1 November 2013 - 20:30
Ayatollah Khatami verurteilt NSA Spionage

Der Prediger des dieswöchigen Teheraner Freitagsgebets, Ayatollah Ahmad Khatami, hat die Spionagetätigkeiten des US-Geheimdienstes NSA verurteilt.

Die Lauschangriffe der NSA auf die Telefone von 35 Regierungschefs wie Angela Merkel sei auf das aggressive und arrogante Wesen der USA zurückzuführen, sagte Ayatollah Khatami kurz vor dem 13. Aban (4. November), dem Jahrestag der Besetzung des US-Spionagenestes (US-Botschaft) in Teheran.

Die Besetzung des Spionagenestes sei die zweite Revolution des iranischen Volkes gegen den Imperialismus gewesen. "Die Iraner haben gemäss den Lehren und Vorschriften des Korans den Kampf gegen den Imperialismus zu ihrer Priorität gemacht", so Khatami. Allein durch Widerstand könne man gegen Imperialismus, Arroganz und Unterdrückung vorgehen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die USA noch nie wohlwollend Beziehungen zu einem Land hergestellt und im Rahmen der Interressen eines anderen Landes gehandelt haben.

In einem weiteren Teil seiner Anspachen bewertete er den neuen Kurs der iranischen Unterhändler bei den Atomverhandlungn mit der G5+1 als sehr positiv und konstruktiv.

Eine Vorgehensweise, die sich im Rahmen der Anweisungen des geehrten Oberhauptes der islamischen Revolution bewege und auf Würde, Weitsicht und den nationalen Interessen basiere, werde auch vom iranischen Volk unterstützt.

Zu den Druckausübungen und Drohungen der USA gegen die Iraner wegen ihr Atomprogramm sagte Ayatollah Khatami, das iranische Volk werde zur Erlangung seiner legitimen Rechte unter allen Umständen gegen die USA Widerstand leisten.

Hinweisend auf die Unterstützungen der USA für die Terroristen bei der Ermordung der Bürger in Syrien, Afghanistan und im Irak und bei der Stiftung von Zwietracht und Hervorrufung von Differenzen unter den Muslimen sagte er: "Die USA haben mit ihren Angriffen auf den Irak und Afghanistan nichts außer Hass geerntet. Nach zehn Jahren mussten sie dem Irak verlassen, ohne ihre verkündeten Ziele erreicht zu haben."

Zu dem jüngsten Bericht des UN-Sonderberichterstatters Ahmad Schahid über die Menschenrechtslage in Iran sagte er, der haltlose Bericht von Ahmad Schahid basiere auf lügenhaften Äußerungen terroristischer Gruppen und sei wertlos.

Ferner kondolierte er zum Tod der 14 iranischen Grenzsoldaten bei dem jüngsten terroristischen Überfall im südiranischen Sarawan und warnte die Terroristen vor einer entschiedenen Antwort der IRI auf dieses Verbrechen.